Dieser Arbeitskreis richtet sich an die heilpädagogischen Fachkräfte in unseren Integrationsgruppen und darüber hinaus an Fachkräfte, die für das Thema beauftragt wurden (auch wenn keine Integrationsgruppe in der entsprechenden Kita besteht). Geleitet wird der Arbeitskreis von der Fachberaterin Sonja Ahrens, er findet in der Regel drei Mal jährlich für die Dauer von zwei Stunden statt. Optional werden auch Tagesveranstaltungen angeboten.
Die Teilnahme am Arbeitskreis ermöglicht den (heilpädagogischen) Fachkräften, ihre aktuellen Fragen und Themen mit einzubringen und sich mit den anderen Fachkräften auszutauschen. Darüber hinaus werden rechtliche Grundlagen, aktuelle Entwicklungen und Informationen erörtert. Hierbei stehen länderspezifische Verordnungen sowie Vereinbarungen mit dem Landkreis Northeim (z.B. Antrags- und Genehmigungsverfahren), Zusammenarbeit mit externen Institutionen und Fachleuten (Therapeuten, Ärzten, SPZ etc.) oder Absprachen auf Verbandsebene (Verfassen von Hilfeplänen und Entwicklungsberichten) auf der Agenda.
Die inhaltlichen Themen werden stets unter dem Aspekt der inklusiven Pädagogik behandelt. Dabei geht es u.a. um die Abgrenzung zwischen Inklusion und Integration, eine inklusive Haltung und die pädagogische Umsetzung in den Kitas. Immer wieder stellt sich die Frage, wie Teilhabe aller Kinder gelingen kann. Unterschiedliche Krankheitsbilder werden durchgesprochen, Fallbesprechungen und kollegiale Beratungen durchgeführt.
Ein großes Thema ist die bedarfsgerechte Betreuung der Kinder, einhergehend mit der Frage: "Wie kann ein erhöhter Förderbedarf festgestellt werden und wie reagieren wir darauf?". Damit geht die Frage einher, ab wann für ein Kind der Antrag auf Eingliederungshilfe gestellt werden sollte, um den Status eines Integrationskindes zu erlangen. Hierzu wurden im Arbeitskreis bereits viele Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.
Durch die Beschäftigung von heilpädagogischen Fachkräften in unseren Kitas entstehen multiprofessionelle Teams, die unterschiedliche Perspektiven einnehmen, sich austauschen und Lösungen entwickeln. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit der Fragestellung: „Welche Rolle nimmt hierbei die heilpädagogische Fachkraft ein, welche speziellen Aufgaben hat sie und wie wird die Zusammenarbeit in den Teams gestaltet?“, welche auch im Arbeitskreis thematisiert und diskutiert wird.